Klimastreifen

Klimastreifen (auch Erwärmungsstreifen, englisch Warming Stripes) sind eine einfache Visualisierungsform der voranschreitenden Erderwärmung. Sie dienen dazu, jedem ein intuitives Verständnis der globalen Erwärmung zu vermitteln. Die Klimastreifen stellen die Entwicklung der Durchschnittstemperatur über viele Jahre dar. Jeder Streifen steht für ein Jahr: Blaue Streifen zeigen kältere Jahre, rote wärmere. Je intensiver die Farbe, desto größer ist die Temperaturabweichung vom langjährigen Temperaturdurchschnitt.

Die Idee dieser Art der Darstellung stammt von dem Klimawissenschaftler Ed Hawkins. Er entwickelte die Klimastreifen, um die globale Erwärmung ohne komplizierte Zahlen und Grafiken sichtbar und leicht verständlich zu machen.

Die Klimastreifen werden unter anderem eingesetzt: 
•    in der Wissenschaftskommunikation, um komplexe Klimadaten verständlich zu vermitteln,
•    von Medien, Schulen und Bildungseinrichtungen,
•    bei Klimaschutzaktionen oder in den sozialen Medien, um Aufmerksamkeit für den Klimawandel zu schaffen,
•    oder im Design – etwa auf T-Shirts, Flaggen, Gebäuden, Taschen oder Tassen, als symbolisches Statement für den Klimaschutz.

Die Stärke der Klimastreifen liegt in ihrer Schlichtheit: Ohne Worte oder Zahlen vermitteln sie eine klare Botschaft – die Erde wird wärmer. Die folgende Reportage erklärt die Entstehung der Bayerischen Klimastreifen.

Keine Zahlen, keine Diagramme, nur Streifen! Quellen: www.klima.bayern.de, YouTube

Zwei weitere Kurzvideos erklären die Erzeugung der Klimastreifen auf lokaler und globaler Ebene:

Der Weg der Klimadaten: Von der Messung zum Klimastreifen. Quellen: www.klima.bayern.de, YouTube 

Vom Lokalen zum Globalen: Klimastreifen für die Welt. Quellen: www.klima.bayern.de, YouTube