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FAQ

Wieso ergibt sich in der Kartendarstellung ein schachbrettartiges Muster, das über die Grenzlinie der jeweils gewählten Region herausragen kann? Wieso können an den Rändern der gewählten Region Lücken auftreten?

Die im Bayerischen Klimainformationssystem bereitgestellten Klimadaten der Vergangenheit und der Zukunft haben eine räumliche Auflösung von 5 km x 5 km. Wenn diese Daten als Karten dargestellt werden, ergeben sich quadratische Kacheln (Zellen, Pixel), die ein schachbrettartiges Muster erzeugen. Es werden alle Kacheln dargestellt, deren Mittelpunkte innerhalb der gewählten Region liegen. Daher können sich am Rand einer gewählten Region Lücken ergeben, wenn der Mittelpunkt einer Kachel außerhalb der Grenzlinie der jeweiligen Region liegt. Die betreffende Kachel wird somit der angrenzenden Region zugeordnet. Die am Rand liegenden Kacheln können über die Grenzlinie herausragen, wenn der Mittelpunkt der betreffenden Kachel innerhalb, aber nahe an der Grenzlinie der gewählten Region liegt.

 

Wieso werden bei den Karten- und Zeitdarstellungen 30-jährige Mittel verwendet?

Als Klima wird nach der World Meteorological Organisation (WMO) das mittlere Wetter- und Witterungsgeschehen an einem Ort über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren definiert (siehe Wetter, Witterung, Klima). Daher werden regionale Klimaprojektionen, die mittels verschiedener Klimamodelle abgeleitet werden, nur für Zeiträume von mindestens 30 Jahren ausgewertet. Klimamodelle sind keine Wettervorhersagen. Sie simulieren eine physikalisch sinnvolle, aber zufällige Abfolge von Wettersituationen, die unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen möglich sind. Klimamodelle können daher nur langfristige Variationen abbilden. So ist es möglich, Aussagen zu treffen, wie warm, kalt, trocken oder nass es im Durchschnitt über längere Zeiträume sein wird. Deshalb sollen die Betrachtungszeiträume im Regelfall 30 Jahre umfassen, was der Länge der definierten Klimanormalperiode entspricht [1]. Dieses Vorgehen ist ebenfalls konform mit den „Leitlinien zur Interpretation regionaler Klimamodelldaten“ [2].

[1] TREWIN, B. (2007): The role of climatological normals in a changing climate. In: Report. WMO - WCDMP No. 61, WMO-TD No. S. 1377.
[2] LINKE, C.  et al, 2020: Leitlinien zur Interpretation regionaler Klimamodelldaten des Bund-Länder-Fachgespräches „Interpretation regionaler Klimamodelldaten“, Potsdam, Nov. 2020. Bezug über LFU-Brandenburg. Abgerufen am 10.09.2021.

 

Wieso werden einzelne Landkreise zusammengefasst?

Die räumlichen Auswertungen regionaler Klimadaten des Bayerischen Klimainformationssystems berücksichtigen die Empfehlungen der „Leitlinien zur Interpretation regionaler Klimamodelldaten“ des Bund-Länder-Fachgespräches [1]. Das Fachgremium der Bundesländer, des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie des Umweltbundesamtes (UBA) hat sich darauf verständigt, dass die räumliche Darstellung von Klimakenngrößen aus fachlichen Gründen mindestens 3x3 Gitterzellen (je 12,5 km x 12,5 km) der regionalen Klimamodelle beinhalten muss. Somit setzt eine flächenhafte Darstellung von Klimakenngrößen eine Mindestgröße von 1.500 qkm voraus. Sind Landkreise kleiner als 1.500 qkm werden benachbarte, möglichst in der gleichen Klimaregion liegende Landkreise zusammengefasst und ausgewertet. 

[1] LINKE,  C.  et  al,  2020:  Leitlinien  zur Interpretation  regionaler  Klimamodelldaten  des  Bund-Länder-Fachgespräches „Interpretation regionaler Klimamodelldaten“, Potsdam, Nov. 2020. Bezug über LFU-Brandenburg. Abgerufen am 10.09.2021.

 

Was muss bei der Verwendung von räumlich gemittelten Klimakennwerten für die politischen Einheiten wie Regierungsbezirke und Landkreise beachtet werden?

Die Einteilung Bayerns nach Regierungsbezirken und Landkreisen beruht auf politisch festgelegten Verwaltungsgrenzen. Wendet man dagegen klimatische Kriterien für eine Abgrenzung unterschiedlicher Räume an, dann ergeben sich mit den Klimaregionen gänzlich unterschiedliche Raummuster. So liegen z. B. im Regierungsbezirk Oberbayern die Klimaregionen Alpen, Alpenvorland, Südbayerisches-Hügelland und Donaugebiet. Diese Klimaregionen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Topografie (Füssen: 808 m ü. NN; Ingolstadt: 374 m ü. NN) und damit auch hinsichtlich ihrer Klimakennwerte z. T. extrem. Mittelt man nun für den Regierungsbezirk Oberbayern über alle Klimaregionen hinweg so ergeben sich Klimakennwerte, die zwar einen mittleren Zustand statistisch „richtig“ beschreiben, aber den lokalen Gegebenheiten nicht mehr gerecht werden. Beabsichtigt man daher auf lokaler Ebene beispielsweise Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln, muss dies auf Grundlage der Kennwerte für die jeweilige Klimaregion erfolgen. Will man dagegen „nur“ unterschiedliche Regierungsbezirke und Landkreise vergleichen, so erhält man die Daten durch die Auswahl der Verwaltungseinheiten im Bayerischen Klimainformationssystem.

 

Wie bedient man das Klimatool der Vergangenheit?

Kartendarstellung

Die Kartedarstellung der Webseite Klimatool/Klimatool der Vergangenheit ist dreiteilig aufgebaut. Oben befinden sich die Überschrift sowie die Erläuterungen zum Thema. Darunter gliedert sich die Webseite in einen linken und rechten Bereich.

Im linken Bereich werden die gewünschten Parameter in Form von Filtern ausgewählt. Die Filter ermöglichen eine Auswahl verschiedener Regionen, Themenfelder, Klimakennwerte und Zeitpunkte. Die Region wird per Mausklick in der dargestellten Bayernkarte gewählt. Beim Filter Themenfelder und Klimakennwerte erfolgt die Auswahl über ein Menü. Der Zeitpunkt wird mit Hilfe eines Schiebereglers festgelegt.   

Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen im Detail zur Verfügung:

  • Region: Bayern, Regierungsbezirke, Landkreise, Klimaregionen, Naturräume
  • Themenfelder: Temperatur, Niederschlag, Tourismus, Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus
  • Klimakennwerte: Die wählbaren Klimakennwerte werden unter Grundlagen/Klimakennwerte erläutert.
  • Zeitpunkt: Zur Auswahl stehen alle Jahre zwischen 1951 und 2019.

Nachdem der Schalter „Filter anwenden“ gedrückt wurde, wird auf Grundlage der getätigten Auswahl auf der rechten Seite die Klimaentwicklung der Vergangenheit in Form einzelner Karten präsentiert. 

Es werden drei Karten für die gewählte Region dargestellt:

  • Mittelwert des Klimakennwertes in der Referenzperiode 1971 – 2000
  • Klimakennwert des ausgewählten Jahres
  • Abweichung des Klimakennwertes des ausgewählten Jahres im Vergleich zur Referenzperiode 1971 – 2000

Unter jeder Karte befindet sich eine Skala, die die Beobachtungen in definierte Farbklassen unterteilt.  

Der Download der generierten Karten erfolgt durch den PNG- bzw. SVG-Schalter.

Auf der Webseite befindet sich der Schalter „Zeitverlauf“. Damit kann man zur grafischen Darstellung des zeitlichen Verlaufes der ausgewählten Klimakenngröße wechseln.

Zeitverlauf

Der Zeitverlauf der Webseite Klimatool/Klimatool der Vergangenheit ist dreiteilig aufgebaut. Oben befinden sich die Überschrift sowie die Erläuterungen zum Thema. Darunter gliedert sich die Webseite in einen linken und rechten Bereich.

In dem linken Bereich werden die gewünschten Parameter in Form von Filtern ausgewählt. Die Filter ermöglichen eine Auswahl verschiedener Regionen, Themenfelder und Klimakennwerte. Die Region wird per Mausklick in der dargestellten Bayernkarte gewählt. Beim Filter Themenfelder und Klimakennwerte erfolgt die Auswahl über ein Menü.   

Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen im Detail zur Verfügung:

  • Region: Bayern, Regierungsbezirke, Landkreise, Klimaregionen, Naturräume
  • Themenfelder: Temperatur, Niederschlag, Tourismus, Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus
  • Klimakennwerte: Die wählbaren Klimakennwerte werden unter Grundlagen/Klimakennwerte erläutert.

Nachdem der Schalter „Filter anwenden“ gedrückt wurde, wird auf Grundlage der getätigten Auswahl auf der rechten Seite die Klimaentwicklung der Vergangenheit in Form eines Zeitverlaufes präsentiert. In der Grafik entsprechen die Punkte dem Mittelwert der jeweiligen Region des dazugehörigen Jahres. Die Linie präsentiert die beobachtete Klimaentwicklung als 30-jähriges, gleitendes Mittel. 

Der Download der generierten Grafik erfolgt durch den PNG- bzw. SVG-Schalter.

Auf der Webseite befindet sich der Schalter „Kartendarstellung“. Mit diesem Schalter kann man zur Kartendarstellung umschalten.

 

Wie bedient man das Klimatool der Zukunft?

Kartendarstellung

Die Kartendarstellung der Webseite Klimatool/Klimatool der Zukunft ist dreiteilig aufgebaut. Oben befinden sich die Überschrift sowie die Erläuterungen zum Thema. Darunter gliedert sich die Webseite in einen linken und rechten Bereich.

In dem linken Bereich wählt man die gewünschten Parameter in Form von Filtern aus. Auf Grundlage dieser Auswahl wird auf der rechten Seite die Klimaentwicklung der Zukunft in Form von Karten präsentiert. 

Im linken Bereich können die Region, das Themenfeld, der Klimakennwert, das Klimaszenario, der Wert und der Zeitraum ausgewählt werden.

Folgende Filterfunktionen stehen zur Auswahl:

  • Region: Bayern, Regierungsbezirke, Landkreise, Klimaregionen, Naturräume
  • Themenfelder: Temperatur, Niederschlag, Tourismus, Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus
  • Klimakennwerte: Die wählbaren Klimakennwerte werden unter Grundlagen/Klimakennwerte erläutert.
  • Klimaszenarien: RCP 8.5, RCP 4.5, RCP 2.6
  • Werte: Minimum, Median, Maximum
  • Zeitraum: Zur Auswahl stehen 30-jährige Zeiträume von 2021 – 2050 bis 2071 – 2100.

Die Region wird in der schematischen Bayernkarte ausgewählt. Beim Filter Themenfelder, Klimakennwerte, Klimaszenarien und Werte erfolgt die Auswahl über ein Menü. Der Zeitraum wird mit Hilfe eines Schiebereglers festgelegt.   

Im rechten Bereich wird die zukünftige Klimaentwicklung in Form von Karten generiert, nachdem der Schalter „Filter anwenden“ gedrückt wurde. Dabei werden alle vorher gewählten Filtereinstellungen berücksichtigt.

Es werden drei Karten für die gewählte Region dargestellt:

  • Mittelwert des Klimakennwertes in der Referenzperiode 1971 – 2000
  • Klimakennwert des gewählten Zukunftszeitraumes
  • Änderung des Klimakennwertes des ausgewählten Zeitraumes in Bezug zur Referenzperiode 1971 – 2000

Unter jeder Karte befindet sich eine Skala, die die Daten in definierte Farbklassen unterteilt.  

Der Download der generierten Karten erfolgt durch den PNG- bzw. SVG-Schalter.

Auf der Webseite befindet sich der Schalter „Zeitverlauf“. Mit diesem Schalter kann man zur Zeitverlaufsdarstellung umschalten.

Zeitverlauf

Der Zeitverlauf der Webseite Klimatool/Klimatool der Zukunft ist dreiteilig aufgebaut. Oben befinden sich die Überschrift sowie die Erläuterungen zum Thema. Darunter gliedert sich die Webseite in einen linken und rechten Bereich.

In dem linken Bereich wählt man die gewünschten Parameter in Form von Filtern aus. Auf Grundlage dieser Auswahl wird auf der rechten Seite die Klimaentwicklung der Zukunft in Form eines Zeitverlaufes präsentiert. 

Im linken Bereich können die Region, das Themenfeld, der Klimakennwert und das Klimaszenario ausgewählt werden.

Folgende Filterfunktionen stehen zur Auswahl:

  • Region: Bayern, Regierungsbezirke, Landkreise, Klimaregionen, Naturräume
  • Themenfelder: Temperatur, Niederschlag, Tourismus, Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus
  • Klimakennwerte: Die wählbaren Klimakennwerte werden unter Grundlagen/Klimakennwerte erläutert.
  • Klimaszenarien: RCP 8.5, RCP 4.5, RCP 2.6

Die Region wird in der schematischen Bayernkarte ausgewählt. Beim Filter Themenfelder und Klimakennwerte erfolgt die Auswahl über ein Menü. Die Klimaszenarien werden über Schalter ausgewählt. Die verschiedenen Szenarien können an- oder abgeschaltet werden.   

Im rechten Bereich wird die zukünftige Klimaentwicklung in Form eines Zeitverlaufes generiert, nachdem der Schalter „Filter anwenden“ gedrückt wurde. Dabei werden alle vorher gewählten Filtereinstellungen berücksichtigt.

Es wird ein Zeitverlauf für die gewählte Region und den gewählten Klimakennwert dargestellt. In der Grafik wird die zukünftige Klimaentwicklung für das gewählte Klimaszenario als 30jähriges Mittel präsentiert. Die Spannweite (Minimum – Maximum) wird als farbliche Fläche dargestellt. Es können alle drei Klimaszenarien in eine Grafik integriert werden.  

Der Download der generierten Grafik erfolgt durch den PNG- bzw. SVG-Schalter.

Auf der Webseite befindet sich der Schalter „Kartendarstellung“. Mit diesem Schalter kann man zur Kartendarstellung umschalten.