Der neue Global Climate Highlights 2025 ‑ Bericht des Copernicus-Klimawandel-Dienstes bestätigt einmal mehr: Die Temperatur der Erdatmosphäre steigt weiter. 2025 war global wie europaweit das drittwärmste Jahr seit Messbeginn.
Ergebnisse Global
Das Jahr 2025 reiht sich ein in die vorangegangenen Jahre: Nach 2024 – dem wärmsten Jahr seit Beginn der Messungen – war 2025 nur minimal (0,01 °C) kühler als 2023 und bleibt damit das drittwärmste Jahr seit Messbeginn. Die globale Durchschnittstemperatur lag bei 14,97 °C, die rund 1,47 °C über dem vorindustriellen Niveau liegt (Abb. 1).

Abb. 1: Globale Jahresdurchschnittstemperatur in Bezug zur vorindustriellen Referenzperiode von 1850 bis 1900. Quelle: C3S/ECMWF, abgerufen am 16.01.2026.
Die Erwärmung zeigt sich sowohl an Land als auch in den Ozeanen. So blieb die Meeresoberflächentemperatur (SST) während des gesamten Jahres 2025 auf einem historisch hohen Niveau. Die jährliche durchschnittliche SST für 2025 betrug 20,73 °C und lag damit 0,38 °C über dem Durchschnitt von 1991–2020. Sie war die dritthöchste jemals gemessene Temperatur während nur 2024 (0,13 °C wärmer) und 2023 (0,07°C wärmer) die beiden Spitzenplätze einnehmen.
Ergebnisse Europa
Laut dem Bericht war 2025 auch für Europa das drittwärmste Jahr seit Beginn der Messungen, mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,41 °C (rund 1,17 °C über dem Vergleichszeitraum 1991–2020). Besonders auffällig: Der März 2025 war in Europa außergewöhnlich warm. Er war mit einer Durchschnittstemperatur von 6,03 °C der wärmste für Europa. Damit lag er 2,41 °C über dem Wert der Jahre 1991–2020 und 0,26 °C über dem bisher wärmsten März im Jahr 2014. Der Winter 2025 (Dezember 2024 bis Februar 2025) war mit 1,46 °C über dem Durchschnitt von 1991–2020 der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, aber damit deutlich kühler als der bisher wärmste europäische Winter im Jahr 2020 (2,84 °C über dem Durchschnitt). Über das gesamte Jahr gesehen lagen die Temperaturen in ganz Europa über und in den meisten Regionen weit über dem Durchschnitt, mit Ausnahme von Zentraleuropa. Der östliche Nordatlantik, die Nordseeregion einschließlich Nordbritannien und Teile Skandinaviens, der südwestliche Mittelmeerraum und der westlichste Teil Russlands verzeichneten Rekordtemperaturen.
Von April bis September kam es in Europa zu mehreren Hitzewellen, von denen insbesondere Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich betroffen waren. Auch in Skandinavien und Finnland lagen die Temperaturen im Juli anhaltend über dem Durchschnitt. Einige Monats- und Sommerrekorde wurden auf lokaler und nationaler Ebene gebrochen, darunter im Vereinigten Königreich, in Irland, Spanien, Portugal und der Türkei.
Weitere Ergebnisse und Erläuterungen finden Sie im bereits genannten Bericht: Global Climate Highlights 2025.