Klimatologische Einordnung des Jahres 2025 in Bayern
Mit 9,3 °C stellt das Jahr 2025 keinen neuen Rekordwert der Jahresmitteltemperatur in Bayern auf, erreicht aber dennoch den zehnt-höchsten Wert seit 1951. Erneut wurden überdurchschnittlich viele Sommer- und Hitzetage gemessen. Das zudem dritt-trockenste Jahr war in acht Monaten deutlich trockener als der Referenzzeitraum. Damit erreichte die Anzahl an Trockenperioden einen neuen Höchstwert.
Temperaturen
Die Jahresmitteltemperatur betrug 2025 für Bayern 9,3 °C und lag um +1,5 Grad über dem 30-jährigen Mittel der Jahre 1971 bis 2000. Auch ohne neuen Rekordwert reiht sich das Jahr in die beobachtete Entwicklung der vergangenen Jahre ein und belegt Platz 10 im Ranking der höchsten Jahresmitteltemperaturen seit 1951. Die Zunahme der Jahresmitteltemperatur ist auch in den Klimastreifen (siehe Abbildung 1) ab 1881 erkennbar. Die bayernweiten Kennwerte mit hoher Datengüte liegen erst ab 1951 vor, weshalb die angegebenen Werte aus dieser Datenreihe stammen.
Das Jahr 2025 gehört nicht nur bayernweit, sondern auch in allen sieben bayerischen Klimaregionen zu den zehn wärmsten Jahren. So erreichte die Jahresmitteltemperatur in den Alpen Platz 6, im Alpenvorland Platz 7. Die höchsten Abweichungen vom Referenzzeitraum von 1971 bis 2000 traten in den Klimaregionen Alpen und Spessart-Rhön mit +1,7 °C auf.
In der Monatsbetrachtung waren in Bayern fast alle Monate wärmer als in der Referenzperiode. Nur im Mai erreichte die mittlere Temperatur genau den Wert des Vergleichszeitraums (siehe Abbildung 2). Besonders hervorzuheben sind der Juni auf Platz 3 und der April auf Platz 7 im Ranking der höchsten Monatsmitteltemperaturen des betrachteten Zeitraums. Sowohl der Frühling (Platz 9) als auch der Sommer (Platz 10) erreichen in Bayern knapp die Top 10.
Für die sieben bayerischen Klimaregionen zeigt sich ein ähnlicher Verlauf wie für Gesamtbayern – Frühling und Sommer in den Top 10 und die Monate Juni und April als besonders warme Monate. Lediglich die Alpenregion ist hervorzuheben. Hier lagen zusätzlich zu Juni (Platz 3) und April (Platz 6) die Monate Januar, März und Dezember auf Platz 9.
Neben den Werten der Temperatur kann das vergangene Jahr für weitere Kennwerte mit dem Referenzzeitraum verglichen werden. Im Durchschnitt über das gesamte Gebiet des Freistaats gab es im Jahr 2025 48 Sommertage und somit 18 mehr als in der Referenzperiode. Die Anzahl der Hitzetage lag auf Platz 9 und damit ebenfalls über dem langjährigen Mittel. An 13 Tagen erreichte das Tagesmaximum der Temperatur den dafür notwendigen Wert von mindestens 30 °C. Dagegen war dies im Referenzzeitraum durchschnittlich an 3,8 Tagen pro Jahr der Fall. Im Jahr 2025 wurden im Mittelwert über den gesamten Freistaat 3,6 Hitzewellen erreicht und damit die Hälfte mehr als in der Referenzperiode. Zusätzlich dauerten die Hitzewellen mit sieben Tagen im Durchschnitt zwei Tage länger. Bei den Eis- und Frosttagen setzt sich die bisherige Abnahme fort. Die Anzahl der Eistage sank auf knapp die Hälfte. Bei den Frosttagen gab es im vergangenen Jahr 106 statt 113 Frosttage im Bezugszeitraum. Während die Anzahl der Heiztage um ganze drei Wochen geringer ausfiel als im Referenzzeitraum, gab es für zwei Wochen (+50 %) zusätzlich die Notwendigkeit zum Kühlen.
Die Vegetationsperiode war in Bayern 2025 im Mittel um 36 Tage länger als in der Referenzperiode. Durchschnittlich begann die Vegetationsperiode in Bayern im vergangenen Jahr 22 Tage früher und endete zwei Wochen später. Die Apfelblüte setzte fast zwei Wochen früher ein als in der Referenzperiode.
Kurz gesagt: Der Klimawandel war auch 2025 in Bayern wieder deutlich zu spüren – auch ohne neuen Rekordwert der Jahresmitteltemperatur landet das vergangene Jahr auf Platz 10. Zudem wurden erneut überdurchschnittlich viele Sommer- und Hitzetage gemessen. Auch weitere Kennwerte zeigen erneut hohe Abweichungen von den Referenzwerten.
Niederschläge
Im Jahr 2025 fielen in Summe bayernweit etwa 716 l/m² Niederschlag, fast ein Viertel weniger als im Referenzzeitraum. Damit reiht sich 2025 in die Top 3 der trockensten Jahre der Messreihe ein und nur die Jahre 1953 und 2003 waren seit 1951 noch trockener. Die Niederschlagsstreifen für Bayern in Abbildung 3 zeigen die jährlichen Niederschlagssummen. Dabei ist kein eindeutiger Trend erkennbar, die Jahresniederschläge sind deutlich variabler als die Jahresdurchschnittstemperaturen. Dennoch lassen sich einzelne Perioden mit überwiegend feuchten oder trockenen Jahren erkennen, beispielsweise war es seit etwa 2003 bis 2022 eher trocken. Trotzdem hat der Klimawandel Auswirkungen auf den Niederschlag, die sich allerdings überwiegend durch Veränderungen in der Verteilung des Niederschlags innerhalb des Jahres zeigen. Zudem ist auch die Form des Niederschlags in den Jahreszeiten zu beachten. Bei wärmeren Temperaturen fällt im Winter tendenziell weniger Schnee, sondern Regen, generell steigt zudem die Wahrscheinlichkeit von Starkregen.
Besonders auffällig im Jahr 2025 war die geringe Niederschlagssumme im Frühling, der mit nur 53 % der Menge des Referenzzeitraums als trockenster Frühling seit 1951 einen neuen Rekord aufstellte. Im April fielen nur knapp 38 % der Referenzmenge. Nur 2007 war der April noch trockener. Im Dezember fehlten sogar drei Viertel des Niederschlags und nur in drei vergangen Jahren war es in diesem Wintermonat noch trockener. Im Mittel über ganz Bayern zeigen sich nur für Januar, Juli und September klar positive Abweichungen von der Referenzperiode (siehe Abbildung 4).
Die regionale Verteilung des Niederschlags zeigen die Karten in Abbildung 5. Im Winter waren vor allem die Klimaregionen Alpen und Ostbayerisches Hügel- und Bergland von Trockenheit betroffen, da hier im Gegensatz zu den anderen Regionen auch im Januar eine negative Abweichung in den Monatsniederschlägen auftrat. Die Trockenheit im Frühling übertraf in drei Klimaregionen die bisherigen Rekorde, in drei weiteren Regionen erreichte sie Platz 3. In den Alpen reihte sich der Niederschlagswert auf Platz 9 ein. Der Herbst war in den drei südlichen Klimaregionen ebenfalls zu trocken, während nördlich der Donau etwas mehr Niederschlag fiel als in der Referenzperiode.
Die Anzahl der Trockentage 2025 lag mit +24 Tagen deutlich über dem Durchschnitt der Referenzperiode. Im Flächenmittel gab es 13 Trockenperioden mit mehr als sieben aufeinanderfolgenden Trockentagen, fast die Hälfte davon dauerten sogar mindestens elf Tage an. In der Mainregion wurde dabei die meisten langen Trockenperioden aufgezeichnet, lokal waren es bis zu elf an der Zahl.
Niederschläge sind ein lokales Ereignis, besonders bei Stark- oder Dauerregen. In Bayern und auch in allen Klimaregionen wurden deutlich weniger Starkniederschlagstage aufgezeichnet als in der Referenzperiode. Bayernweit gab es nur halb so viele Tage mit mehr als 25 mm Niederschlag. In den Alpen wurden für das vergangene Jahr zwei Drittel des Referenzwertes aufgezeichnet, in der Klimaregion Spessart-Rhön nur etwa ein Sechstel.
Kurz gesagt: Das Jahr 2025 war in Bayern das dritt-trockenste Jahr seit 1951, mit besonders geringen Niederschlägen im April und Dezember. Insgesamt waren nur vier Monate nicht deutlich trockener als der Referenzzeitraum. Zusätzlich hat die Anzahl der Trockenperioden (mindestens elf aufeinanderfolgende Trockentage) einen neuen Höchstwert erreicht.
Klimatologische Einordnung des Jahres 2025 in den Klimaregionen
Klimaregion Alpen
Für die Klimaregion Alpen erreichte die Jahresmitteltemperatur mit 7,4 °C den sechsten Platz aller Jahre seit 1951 und lag um +1,7 Grad über der Referenzperiode. Winter, Frühling und Sommer erreichten ebenfalls die Top 10. Besonders warm war der Juni, der mit +16,7 °C sogar auf Platz 3 landete. Zusätzlich unter den zehn wärmsten Monaten reihten sich Januar, März, April und Dezember ein.
Sommertage gab es 2025 ein Drittel mehr und Hitzetage etwa doppelt so viele als in der Referenzperiode. Hitzewellen sind bisher selten in dieser Klimaregion (im Durchschnitt des Referenzzeitraums 2,3 pro Jahr), traten allerdings 2025 mit 3,6 Hitzewellen häufiger auf. Außerdem hielten die Hitzewellen im Schnitt dreieinhalb Tage länger an. Seit 1951 gab es in der Klimaregion Alpen nur zwei Jahre mit weniger Frosttagen. Die Anzahl 2025 lag bei 120 Tagen. Mit 18 Tagen erreichte auch die maximale Anzahl von aufeinander folgenden Frosttagen einen neuen Tiefstwert (−39 Tage). Der Beginn der Vegetationsperiode lag im Vergleich zu 1971–2000 fünf Wochen früher, das Ende fast drei Wochen später. Damit war die Vegetationsperiode in der Klimaregion Alpen so lang wie noch nie. Die Apfelblüte setzte über drei Wochen früher ein als im Referenzzeitraum.
Die Summe des Jahresniederschlags lag um −23 % unter der durchschnittlichen Summe des Referenzzeitraums. Damit ist 2025 das trockenste Jahr für die Klimaregion Alpen seit 1951. Alle vier Jahreszeiten sind trockener ausgefallen als in der Referenzperiode, nur im Mai und Oktober gab es mehr Niederschlag. Im Februar, April und Dezember fehlten jeweils fast drei Viertel der Niederschlagsmenge. Damit belegen sie die Plätze 3, 2 und 6 im Vergleich mit den entsprechenden Monaten seit 1951. Im gesamten Jahr gab es 31 weitere Trockentage, womit es insgesamt so viele Trockenperioden wie noch nie gab. Elf Mal gab es an sieben oder mehr Tagen keinen Niederschlag. Fünf Mal waren es sogar mindestens elf Trockentage am Stück.
Klimaregion Alpenvorland
Im Alpenvorland erreichte die Jahresmitteltemperatur mit 8,8 °C den siebten Rang und lag um +1,6 Grad über der Referenzperiode. Sowohl der Frühling als auch der Sommer finden sich unter den wärmsten zehn Jahren seit 1951. Die Temperatur für Juni lag auf Platz 3. Zusätzlich reihte sich der April auf Platz 7 ein.
Die Temperatur erreichte an insgesamt 40 Tagen mehr als 25 °C und damit an +18 Tagen mehr als im Referenzzeitraum. Die Anzahl der Hitzetage lag mit fast acht Tagen 6,5 Tage über dem Wert der Referenzperiode. Mit durchschnittlich 3,1 Hitzewellen erlebte die Region +0,7 mehr als im Referenzzeitraum. Die Dauer der Hitzewellen erreichte einen neuen Rekordwert mit im Durchschnitt über 9 Tagen Länge. Die Anzahl an Eis- und Frosttagen lag etwa ein Fünftel unter den Referenzwerten. Die Vegetationsperiode dauerte im Vergleich zum Bezugszeitraum +41 Tage länger an. Dabei startete sie 25 Tage früher. Die Apfelblüte setzte außerdem 18 Tage früher ein als in der Referenzperiode.
Im Jahr 2025 fiel in der Region Alpenvorland insgesamt −25 % weniger Niederschlag als die durchschnittliche Summe des Referenzzeitraums. Alle vier Jahreszeiten waren trockener. Von allen Monaten fiel nur im Januar und im Juli mehr Niederschlag als in der Referenzperiode. Besonders trocken waren April (−74 %), Juni (−57 %) und Dezember (−76 %). Damit belegten die Monate die Plätze 2, 3 und 5 im Ranking der trockensten Monate seit 1951. Im gesamten Jahr gab es 29 Trockentage mehr als in der Referenzperiode, die zweithöchste Anzahl der Datenreihe. Die Anzahl an Trockenperioden nahm um die Hälfte zu und erreichte mit 13 Stück einen neuen Höchstwert. Hingegen nahm die Anzahl an Starkniederschlagstagen um circa die Hälfte ab.
Klimaregion Südbayerisches Hügelland
Im Südbayerischen Hügelland erreichte die Jahresmitteltemperatur 9,4 °C und lag damit um +1,3 Grad über der Referenzperiode. Damit reihte sich das vergangene Jahr auf Platz 10 im Ranking der wärmsten Jahre seit 1951 ein. Besonders hohe Abweichungen vom Referenzwert erreichten die Temperaturen für Juni und April, die mit +4,1 °C und +3,2 °C die Plätze 3 und 7 belegten.
Die Anzahl der Sommertage fiel mit 50 Tagen um die Hälfte höher aus und mit 14 Tagen erreichte die Tageshöchsttemperatur vier Mal so häufig mindestens 30 °C. Im vergangenen Jahr gab es eine zusätzliche Hitzewelle und damit im Flächenmittel der Klimaregion 3,4 Hitzewellen. Die Vegetationsperiode dauerte im Vergleich zum Referenzzeitraum einen Monat länger an. Die Apfelblüte setzte zwei Wochen früher ein.
In der Region Südbayerisches Hügelland fiel im Jahr 2025 insgesamt −22 % weniger Niederschlag als die durchschnittliche Summe der Referenzperiode. Damit erreicht das vergangene Jahr Platz 4 im Ranking der trockensten Jahre. Im gesamten Jahr waren nur drei Monate – Januar, Juli und September – nicht zu trocken. Besonders trocken und damit jeweils in den Top 10 seit 1951 waren Februar (−58 % Niederschlag, Platz 9), April (−75 %, Platz 2), Mai (−34 %, Platz 10), Juni (−39 %, Platz 9) und Dezember (−71 %, Platz 5).
An 112 Tagen gab es im Jahr 2025 Niederschlag, das waren 24 Tage weniger als im Bezugszeitraum. Die Anzahl der Trockenperioden mit über sieben Tagen Länge nahm um ein Drittel auf 13 Stück zu. Davon dauerten im Flächendurchschnitt 6,6 Trockenperioden mindestens elf Tage an, 2,6 mehr als im Referenzzeitraum. Die Anzahl der Starkniederschlagstage nahm mit 1,4 einen Rekordtiefstwert an und lag um 3,2 Tage unter dem Referenzwert.
Klimaregion Donauregion
Für die Klimaregion Donauregion erreichte die Jahresmitteltemperatur mit 9,5 °C den zehnten Platz und lag um +1,4 Grad über der Referenzperiode. Besonders warm waren die Temperaturen der Monate April und Juni, die im Ranking seit 1951 die Plätze 6 und 3 belegen.
Die 55 Sommer- und 15 Hitzetage in der Region lagen mit +20 und +10,3 Tagen mehr als im Bezugszeitraum jeweils auf Platz 10. Die Anzahl an Hitzewellen lag um ein Drittel über dem Wert der Referenzperiode, dabei dauerten die Hitzewellen vergangenes Jahr etwa drei Tage länger an (+60 %). Die Anzahl an Eistagen betrug im Jahr 2025 weniger als die Hälfte. Die Vegetationsperiode dauerte einen Monat länger und das Ende setzte zwei Wochen später ein als noch im Referenzzeitraum. Die Apfelblüte startete zwei Wochen früher.
Insgesamt fiel 2025 −20 % weniger Niederschlag als in der Referenzperiode, womit das Jahr auf Platz 9 der trockensten Jahre seit 1951 landete. Mit −53 % Niederschlag wurde bisher noch kein trockenerer Frühling aufgezeichnet. Der Herbst erreichte als einzige Jahreszeit mehr Niederschlag, jedoch nur 108% der durchschnittlichen Summe von 1971–2000. Besonders trocken waren April, Mai und Dezember. Sie erreichten die Plätze 6, 6 und 5 und erhielten nur die Hälfte bis ein Viertel des durchschnittlichen Niederschlags. Es gab +21 Trockentage und auch die Anzahl an Trockenperioden lag mit 13 um etwa ein Fünftel über den Referenzwerten. Acht (+70 %) der Trockenperioden dauerten sogar mindestens elf Tage an, ein neuer Höchstwert. Die Anzahl der Starkniederschlagtage nahm etwa um die Hälfte ab.
Klimaregion Ostbayerisches Hügel- und Bergland
Auch im Ostbayerischen Hügel- und Bergland erreichte die Jahresmitteltemperatur mit 8,6 °C den neunthöchsten Wert seit 1951 und lag damit um +1,6 Grad über der Referenzperiode. Von den vier Jahreszeiten waren Frühling und Sommer unter den wärmsten zehn Jahren seit 1951 zu finden. Die Temperaturen für April und Juni lagen auf den Plätzen 6 und 5.
Die Anzahl der Sommertage lag mit 38 Tagen +15 Tage über dem Referenzwert und mit 8,2 Tagen stieg die Tageshöchsttemperatur mehr als drei Mal so häufig auf mindestens 30 °C. Die fast vier Hitzewellen übertreffen den Wert des Bezugszeitraums von 2,4 deutlich. Die Anzahl an Eistagen hat sich fast halbiert – auf 20 Tage. Die Vegetationsperiode dauerte im Vergleich zum Referenzzeitraum sechs Wochen länger und startete 26 Tage früher. Die Apfelblüte setzte 19 Tage früher ein.
In der Region Ostbayerisches Hügel- und Bergland fiel im Jahr 2025 insgesamt −26 % weniger Niederschlag als die durchschnittliche Summe der Referenzperiode. Damit war das vergangene Jahr das fünfttrockenste Jahr seit 1951. Besonders trocken war der Frühling mit −53 % des Niederschlags. Nur der Herbst erreichte eine höhere Niederschlagssumme als im Referenzzeitraum. In den Monaten März, Mai, August und Dezember erreichten die Niederschlagsmengen mit −70 %, −42 %, −40 % und −77% die Top 10 der trockensten Jahre. Im Vergleich gab es 2025 insgesamt +27 zusätzliche Trockentage, die Anzahl der Trockenperioden mit mindestens sieben Tagen Länge wich um +40 % ab. Zudem verdoppelte sich die Anzahl an Trockenperioden mit mindestens elf Tagen Länge auf 8,4 Stück. Die Anzahl der Starkniederschlagstage erreichte nur ein Drittel des Referenzwertes.
Klimaregion Mainregion
Die Jahresmitteltemperatur erreichte mit 9,9 °C in der Mainregion den zehnthöchsten Wert und lag um +1,5 Grad über der Referenzperiode. Aus den vier Jahreszeiten lagen Frühling und Sommer mit Platz 10 unter den wärmsten zehn Jahren seit 1951. Die Temperaturen für April und Juni erreichten mit den Plätzen 10 und 3 ebenfalls die Top 10.
Die Temperatur erreichte an 54 Tagen mehr als 25 °C, was einer Steigerung um +19 Tage gegenüber der Referenzperiode entspricht. 16 Hitzetage brachten das Jahr 2025 auf den siebten Rang und lagen um +10,4 Tage über den Durchschnittswerten von 1971–2000. Mit 4 Hitzewellen erlebte die Region zwei Drittel mehr als im Bezugszeitraum. Während die Anzahl der Frosttage genau den Wert der Referenzperiode erreichte, wurden nur ein Drittel der Anzahl an Eistagen aufgezeichnet. Die Vegetationsperiode dauerte im Vergleich zum Referenzzeitraum 40 Tage länger an, wobei sie 29 Tage früher startete. Die Apfelblüte setzte zwei Wochen früher ein als in der Referenzperiode.
Im Jahr 2025 fiel in der Mainregion insgesamt −21 % weniger Niederschlag als die durchschnittliche Summe des Referenzzeitraums. Auch in dieser Klimaregion war nur der Herbst nicht trockener als die Referenzperiode. Im Frühling fiel weniger als die Hälfte der üblichen Niederschlagssumme und machte ihn damit zum dritt-trockensten Frühling seit 1951. Im gesamten Jahr gab es vier nassere Monate (Januar, Juli, September und Oktober). Dabei fiel im Oktober +180 % der Referenzsumme. Dagegen waren der März (−67 %), Juni (−50 %) und Dezember (−75 %) besonders trocken. Die zusätzlichen 20 Trockentage führten auch zu drei weiteren Trockenperioden, sodass insgesamt 14 Mal in 2025 mindestens sieben Trockentage aufeinander folgten. Nur im Extremjahr 2003 gab es mehr lange Trockenperioden mit mindestens elf Tagen Länge. Im Jahr 2025 waren es im Durchschnitt der Klimaregion 8,5 Perioden, also +70 % mehr als im Referenzzeitraum. Die Anzahl an Starkniederschlagstagen halbierte sich.
Klimaregion Spessart-Rhön
Für die Klimaregion Spessart-Rhön erreichte die Jahresmitteltemperatur mit 7,6 °C den neunthöchsten Wert und lag um +1,7 °C über der Referenzperiode. Der Frühling und der Sommer waren unter den wärmsten zehn Jahren seit 1951 zu finden, d. h. auf den Plätzen 6 und 9. Die Temperaturen für April und Juni reihten sich auf die Plätze 7 und 5 ein.
Die Anzahl der Sommertage erreichte 40 Tage, +17 mehr als der Referenzwert, was Rang 9 aller Jahre seit 1951 entspricht. Auf Platz 7 reiht sich das Jahr 2025 mit über dem Vierfachen der Anzahl an Hitzetagen im Vergleich zum Referenzzeitraum. Die 3,4 Hitzewellen bedeuten fast das eineinhalbfache des Referenzwerts. Die Anzahl der Eistage liegt um etwa zwei Drittel darunter. Die Vegetationsperiode war 40 Tage länger und startete dabei 25 Tage früher als in der Vegetationsperiode.
Die Summe des Jahresniederschlags lag um −30 % unter der durchschnittlichen Summe des Referenzzeitraums. Damit belegt 2025 Platz 4 der trockensten Jahre in dieser Klimaregion. Im Frühling fiel weniger als die Hälfte des Niederschlags und auch der Sommer war um ein Drittel trockener als die Referenzwerte. Im Verlauf des Jahres waren nur die Monate Januar, September und Oktober nasser, besonders trocken blieben März (−78 %), August (−51 %) und Dezember (−75 %). Die Anzahl der Trockentage lag um 26 Tage über dem Referenzzeitraum. Von 14 Trockenperioden mit mindestens sieben Tagen hielten knapp die Hälfte mindestens elf Tage an. Damit lag 2025 etwa +40 % und +50 % über dem Bezugswert. Die Anzahl der Starkniederschlagstage ergab den bisher niedrigsten Wert mit 0,5 Tagen und damit nur etwa 15 % des Referenzwerts.
Versionshinweis der Daten
Datum der Veröffentlichung: 27.02.2026
Die für Bayern und die Klimaregionen angegebenen Werte entstammen den Daten des Deutschen Wetterdienstes (HYRAS-DE v6-1).
Den Klimastreifen der Jahresmitteltemperatur (Abbildung 1) liegt der Grids-Germany Datensatz Version v1.0 des Deutschen Wetterdienstes zugrunde.
Interessante Links
Im Hydrologischen Jahresbericht werden die jeweils aktuellen Ergebnisse des Jahres der gewässerkundlichen Messungen in Bayern präsentiert. Er gliedert sich in die Bereiche Meteorologie, Flüsse, Seen, Grund- und Bodenwasser und den Bericht des Lawinenwarndienstes.
Der Klimastatusbericht des DWD fasst anschaulich Daten und Grafiken zur regionalen Vielfalt des Klimas in Deutschland und seiner Veränderung seit 1881 zusammen und ordnet das vergangene Jahr ein.
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